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Lothar Jansen

                                                                                                                       Bild: Lothar-Jansen

Mit Spaß und Leidenschaft gutes Geld verdienen.


Das Gastgewerbe ist einer der schönsten Dienstleistungsbereiche überhaupt: Wir können die

Menschen, die unsere Gäste sind, glücklich machen und haben als Gastronomen gleichzeitig

eine Bühne für unseren individuellen Auftritt. Es ist der Abenteuerspielplatz für Unternehmer

schlechthin.

Als Gastronom erfolgreich zu sein heißt, seine Energien auf das Wesentliche zu fokussieren
und
konsequent dem Leitfaden des Erfolgs nachzugehen. Diese Philosophie lebe ich auch in
meinem 
eigenen Betrieb vor.


Aktuelle Tätigkeiten

- Erarbeitung von Konzepten für Gastronomie-Betriebe

- Coaching und Begleitung bei Betriebsneugründungen

- Inhaber des Restaurants Hülsemanns Schänke in Lippstadt (seit 1993)


Bisherige Aufgaben

- 1983 1991: Inhaber Hotel Zum Alten Amt (80 Betten) und Hellenthaler Hof (50 Betten)

in Blumenthal

- 1991 1993: Inhaber des Restaurant Too Penningshof in Mönchengladbach

- seit 1993: Inhaber des Restaurants Hülsemanns Schänke in Lippstadt


Aus- und Weiterbildung

- Ausbildung zum Koch

- Weiterbildung zur Ausbildereignung im Gastgewerbe


Freizeit

- Golfen und Tauchen

- Reisen, um dabei fremde Kulturen aber auch Gastronomie-Trends kennen zu lernen


Nach meiner erfolgreich absolvierten Ausbildung zum Koch sollte die Hotelfachschule in Zürich mein nächstes Ziel sein – es kam jedoch alles ganz anders...

 

Meinen Eltern gehörte zu dieser Zeit ein schmuckes 80-Betten-Hotel in der Eifel; allerdings waren die beiden – meine Mutter als Hausfrau, mein Vater als Bauunternehmer – im Unternehmen selbst nicht aktiv und standen zumal auch in Scheidung. Es gab also keinen wirklich professionellen Gastronomen im Hotel. Auch ich selbst fand, dass ich das notwendige Rüstzeug noch nicht beisammen hatte. Und so konnte die damalige Geschäftsführerin allein walten und schalten, was sie aber nicht zum Wohle des Unternehmens tat, wie wir herausfanden.

 

Also hing ich meine Hotelfachschulpläne doch an den Nagel und wagte den Sprung ins arg kalte Wasser. Über Nacht avancierte ich zum Junghotelier und zum Chef von damals zehn fest angestellten Mitarbeitern. Die Woche über leitete ich die Geschicke des Hotels – kümmerte mich um die Buchungen, übte mich als Barmann und war selbst als Kellner für unsere Gäste auf den Kegelbahnen unterwegs. Doch es gab auch ein ultimatives Highlight: Hier lernte ich meine Lebensgefährtin Renate kennen; sie arbeitete damals bereits in unserem Hotel.

 

Am Wochenende, wenn mein alter Herr zugegen war, wirbelten wir dann in der Küche. Wir, das waren unser Küchenchef Georg (21), zwei Lehrlinge und ich (19). Die größeren Aufgaben – ob Buffets, große Hochzeitsgesellschaften und, und, und ... – stellten eine heftige Herausforderungen für uns dar. Und eine gute Lösung hatten wir nicht sofort in der Tasche.

 

Doch wir fanden schnell unseren eigenen Stil: Wir wollten schlicht anders sein als unsere Mitbewerber, was in der Eifeler Provinz aber nicht so einfach war. Zunächst standen wir zum Beispiel vor dem Problem, dass es keine vernünftigen Lieferanten gab; die Gemüsehändler belieferten Gastronomen oftmals mit Ware, die in ihren Geschäften schon recht lange lag und daher nicht mehr wirklich ansehnlich war. Also keine Frische – und von der Auswahl wollen wir gar nicht sprechen.

 

So beschloss ich, zwei Mal pro Woche einen nächtlichen Ausflug auf den Großmarkt nach Köln zu machen. Hier tat sich eine neue Welt für mich auf, es war stets ein „Kirschgang“. Ich kaufte frischen Fisch, in der Eifel nie gesehene Blumen und vielerlei, bis dato für uns unbekanntes Grünzeug ein. Auf der Fahrt nach Hause überlegte ich, was man aus dem Gekauften zaubern könnte. Im Hotel angekommen, wurden die Ideen dann erst auf Tafeln im Gastraum geschrieben, wobei ich ganz bewusst auf hochtrabende Fachausdrücke verzichtete und meine Gerichte so benannte, wie mir der Schnabel gewachsen war.

 

Dann schlug das Schicksal zu: 1991 brannte unser Hotel fast vollständig ab. Von jetzt auf gleich standen wir vor dem Nichts, fast zehn Jahre Arbeit waren „für die Katz“ gewesen, wie man bei uns sagt. Dabei hatte für mich doch fest gestanden, dass ich den Rest meines Lebens in dem alten Rathaus, das zu einem wunderschönen Hotel umgebaut worden war, verbringen wollte. Für den Wiederaufbau wären Kredite in Millionenhöhe notwendig gewesen. Aber dieses Risiko war mir zu jener Zeit einfach zu hoch; zudem wollte mein Vater nicht mehr mit in das neue Geschäft einsteigen.

 

Ich setzte also einen Schlussstrich unter dieses Kapitel und pachtete mit Renate vielmehr den „Too Penningshof– ein schönes, renoviertes Bauernhaus unterhalb des Bökelbergstadions am Eickener Marktplatz in Mönchengladbach. Unser neues Konzept: Wir bauten einen Gesellschaftsraum zur Bierschwemme um, der wir den Namen „Scheune“ gaben. Die „Scheune“ bekochten wir zusammen mit den fünf Kegelbahnen im Keller des Hauses mit einer kleinen, rustikalen Speisenkarte. Im Hauptrestaurant und der Gartenwirtschaft dagegen kochten wir frisch, kreativ und auf hohem Niveau. Unser Konzept ging klar auf.

 

Dann kamen uns Gerüchte zu Ohren, dass im „Too Penningshof“ giftige Holzschutzmittel verstrichen worden waren. Nach tiefgründigen Recherchen und einem Gutachten bestätigten sich die Vermutungen. Leider war die rechtliche Lage noch nicht so, dass auf Richtwerte bezüglich Holzschutzemissionen zurückgegriffen werden konnte. Wir entschieden also, den „Too Penningshof“ zu schließen. Und wieder musste ein Schlussstrich gesetzt werden. Viel gelernt, aber alles recht dumm gelaufen...

 

Ich beschloss nun, mir bei der Auswahl der nächsten Wirkungsstätte mehr Zeit zu lassen. Und so fuhren wir über drei Monate lang quer durch Deutschland und schauten uns geeignete Pachtobjekte an. Mein Ziel war es, ein nicht zu großes Haus zu finden, das mit einer guten Lage und Infrastruktur zu überzeugen wusste. In Lippstadt wurden wir 1993 fündig: ein 1725 erbautes, wunderschönes und gemütliches Bauernhaus am Ende der Einkaufszone und somit im Zentrum Lippstadts. Nach dreiwöchiger und ausgiebiger Marktanalyse eröffneten wir „Hülsemann’s Schänke“.

 

In den Jahren zuvor hatten mehrere Pächter mit meist mäßigem Erfolg die Schänke geführt. Es war auf den ersten Blick eher ein Zwitter zwischen Gasthaus und „Restaurant– aber einfach schön! Also putzten wir die alte Dame richtig heraus, schufen mit wenigen Mitteln, dafür umso pfiffigeren Ideen, in Windeseile ein richtig schönes, gediegenes Restaurant mit Anspruch.

 

Und wieder lagen wir mit unserem Konzept richtig. Während wir in den zurückliegenden 17 Jahren eine Menge Mitbewerber kommen und auch wieder gehen sahen, gingen die wirtschaftlich schlechten Jahre stets an uns vorbei. Denn wir konzentrierten uns konsequent auf unsere Zielgruppe: Geschäftskunden und eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Stammgästen. Wir führen unser Unternehmen auch heute wie eine kleine Familie, in der jedes Mitglied wichtig ist und ernst genommen wird. Das notwendige Maß an Autorität entsteht hier nahezu von selbst, weil wir so arbeiten und handeln, dass es für unsere Mitarbeiter nachvollziehbar ist: wir fördern selbstkritisches Denken und wollen unsere Gäste durch Qualität (und nicht über den Preis) an uns binden.

 

Vor rund vier Jahren machte mich der Gedankengang „Wo-war-ich, wo-stehe-ich, wo-will-ich-hin?“ doch etwas ungeduldig. Sollte es das gewesen sein? Sollte es in meinem Leben so weiter gehen? Ich hatte Lust auf Veränderung, wollte wieder mehr mit dem Kopf arbeiten. Sollte es vielleicht ein zweites Restaurant sein, oder etwas ganz Anderes, Neues?

 

Während die Idee einer gastronomischen Betriebsberatung mich schon längere Zeit beschäftigte, stellte sich die Steuerberatung Gerdes bei uns vor. Der Auftritt war derart gelungen, dass wir einen weiteren Gesprächstermin vereinbarten. Antje Gerdes berichtete von ihrem Rundum-Service für die Gastronomie. Der Steuerberater ist zumeist die Vertrauensperson des mittelständigen Gastronomen schlechthin. Er kennt alle Zahlen, Daten, Fakten – und somit auch alle Probleme und Nöte. Schon bald saß ich mit im Boot.

 

Wir entwarfen einen Fragebogen für Mandanten, die unsere Hilfe benötigen könnten, um sie für dieses doch sehr brisante Thema zu sensibilisieren. Und so begann eine interessante, neue und herausfordernde Aufgabe für mich. Aus den gesammelten Erfahrungen der letzten Jahre sind darüber hinaus mehrere Seminare entstanden, die wir den Gastronomen anbieten. Zudem arbeiten wir bei unseren Projekten und Konzepten mit einer Reihe namhafter Brauereien und der DEHOGA zusammen.

 

Erlauben Sie mir am Ende dieses persönlichen Rück- und Ausblicks noch ein offenes Wort: Es macht mir enormen Spaß, mit meinen langjährigen Erfahrungen anderen Gastronomen zur Seite zu stehen und gemeinsam mit ihnen Konzepten zum Erfolg zu verhelfen. Ich favorisiere dabei immer eine ehrliche und offene Art und Weise der Kommunikation. Und so müssen wir oftmals auch „ans Eingemachte“ gehen und können Persönliches nicht außen vor lassen. Aber auf eines können Sie sich verlassen: Da so viel – oft alles! – für Sie als Mandanten von unserem Tun abhängig ist, agieren wir stets mit großem Verantwortungsbewusstsein. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir ein neues Konzept und ändern Strategien. Aber am Ende des Tages muss es auch Ihr eigenes, im Herzen verankertes Projekt sein – denn Sie selbst müssen es schließlich auch verwirklichen und komplett dahinter stehen, damit Sie damit glücklich werden können.

 

Manchmal müssen Menschen nur wachgerüttelt werden. Aber sie müssen auf diesem Weg den ersten Schritt tun. Ich würde auch mit Ihnen gern Ihre Probleme lösen. Denn ich bin mir sicher: Wir können das!


Ihr, Lothar Jansen

- Der Konzeptplaner -


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